08.10.09 | wettbewerb zentralgebäude htw sb

  • D|saarbrücken 2009
  • städtebau und freiraum konzept

    Das htw gelände bildet den nördlichen abschluss der ursprünglichen blockrandbebauung zur autobhan a 620. Die gebäudestruktur der htw formuliert nach süden geöffnete höfe und im norden eine harte gebäudekante aus. Die vom schall durch die gebäude abgeschirmten höfe haben grundsätzlich eine hohe aufenthaltsqualität, die durch den alten baumbestand zum teil noch deutlich aufgewertet wird. Die versiegelten parkflächen um und unter dem gebäude 2 sind durch niveau und qualität vom rest des geländes getrennt und stellen eine städtebauliche problemzone dar. Der entwurf sieht eine verknüpfung und aufwertung aller hof- und freiflächen vor, so dass sich eine einheitliche aussenraumgestaltung ergibt.

    Die durchwegung findet neben der neuen campus-allee auf parallel führenden wegen, die durch unterschiedliche platzsituationen aufgelockert werden, statt. Das neue zentralgebäude am westlichen ende des geländes öffnet mit einer rampenanlage den blick in den campus. Der campus stellt keine isolierte städtebauliche situation her, sondern verzahnt sich mit dem umgebeneden umfeld. Durch die schaffung einer neuen campus-allee, die die höfe nach süden fasst und miteinander verbindet, erhält das gelände der htw ein stark ordnendes element. Private und öffentliche höfe und freiflächen werden auf diese weise erschlossen und gefasst.

     

    erschließung _ campus-allee

    Die campus-allee ist die zentrale erschließungsachse für das universitätsgelände. Sie wird geprägt von einzelnen allee-sequenzen aus säulen-amberbäumen (liquidambar styraciflua ´paarl´), die dem Campus ein farbenfrohes bild im jahreszeitlichen wandel verleihen. Die leucht-stelen zwischen den bäumen verstärken den leitenden charakter der allee-sequenzen. Sitzmobiliar bietet angenehme aufenthaltszonen entlang der campus-allee. Alle wegpassagen werden durch großformatige steinplatten mit hohem linearen grünfugenanteil gebildet. Sie beruhigen den verkehr und ermöglichen eine zusätzliche entsiegelung von flächen. Die plätze sind aufenthalts- und begegnungsräume vor wichtigen gebäudeeingängen. Der belag besteht aus großformatigen betonplatten. Eine ausnahme bildet der „grüne“ vorplatz vor dem neuen zentralgebäude aus steinplatten mit großem fugenanteil für rasen.


    grünflächen

    Jeder parkhof wird durch parkartigen baumbewuchs geprägt und ist öffentlich zugänglich. Die jeweilige hauptbaumart verleiht den höfen ihren namen: ahornhof, eichenhof, ebereschenhof, birkenhof und lindenhof. Eine spezielle vegetationstragschicht sichert begrünung, begehbarkeit und  versickerungsfähigkeit der grünflächen. Der campusgarten ist eine begrenzt öffentlich zugängliche grünfläche zwischen zwei gebäuden. Sie verfügt neben der baum- über eine strauchschicht zur generierung einer geschützten, intimen atmosphäre. Im campuskinder-garten spielen die kinder aus der kindertagesstätte im naturnahen spielraum. Der erlebnisgarten mit wasser-matschzone ist geschützt durch schattige parkbäume. Der grüne zwischenraum zur autobahn wird mit lärmschluckenden mauerscheiben-segmenten ergänzt. Eine gestaffelte gehölzpflanzung mit sehr hohem blattoberflächenanteil mindert die schall- und feinstaubbelastung.